Onlinekurs Faszientraining 2 - Rollen und Triggern für mehr Beweglichkeit

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ONLINEKURS Faszientraining - Faszieninfo

Bei den Faszien handelt es sich um unser Bindegewebsnetzwerk, welches sämtliche Muskeln und Organe in unserem Körper umgibt und miteinander verbindet. Dabei sorgen sie dafür, dass alles im Körper „an seinem Platz“ und stabil ist. Sie dienen außerdem als eine Art Stoßdämpfer, indem sie Muskeln und Organe bei abrupten Bewegungen und Sprüngen stützen.

In den Faszien befinden sich zahllose Nervenendungen, Bewegungs- und Schmerzrezeptoren und sie haben somit großen Einfluss auf unser physisches und psychisches Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit. Die Kraft und Beweglichkeit unseres Körpers hängt dabei stark von der Elastizität und Gleitfähigkeit des Fasziengewebes ab.

Es gibt 3 verschiedene Arten von Faszien:

  1. Oberflächliche Faszien - Sie befinden sich direkt im Unterhautgewebe                                                                                                                                                                        
  2. Tiefen Faszien - Sie umhüllen die Muskeln, Knochen, Adern und Nerven                                                                                                                                                                                              
  3. Viszerale Faszien - Sie umhüllen die inneren Organe und dienen als „Aufhängung“ und zur „Einbettung“ dieser

Idealerweise erscheinen die einzelnen Fasern der Faszien als wellenförmig angeordnetes Gitter, wenn sie mithilfe von medizinischen Geräten (Ultraschall) betrachtet werden. Diese Anordnung ermöglicht die Stabilität und Elastizität dieser Gewebeschicht. Das bedeutet, die Faszien sind dadurch dehnbar und reißfest.

Mit zunehmendem Alter, durch mangelnde Bewegung, einseitige Belastungen, physische Traumata und psychischen Stress, aber auch ungesunde Ernährung verdrehen, verfilzen und verkleben diese Strukturen. Dies führt zu Verminderungen des Bewegungsspielraums von Muskeln und Gelenken. Oft können Schmerzen die Folge sein.

Literatur:

  1. - Faszien-Fitness – erweiterte und überarbeitete Ausgabe: Vital, elastisch, dynamisch in Alltag und Sport, Hrsg. Robert Schleip, Riva Verlag November 2018, ISBN 978-37423025262
  2. Lehrbuch Faszien: Grundlagen, Forschung, Behandlung, Hrsg. Robert Schleip, Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH (18. August 2014), ISBN 978-3437553066

 

 

Faszientraining. Tipps zum Rollen und Triggern

Hier die Punkte, die beachtet werden sollten, um das Rollen und Triggern so effektiv wie möglich zu machen.

  1. Roll- bzw. Triggerstärke

Das Rollen und Triggern sollte niemals stark schmerzhaft sein. Das ist meist ein Zeichen dafür, dass mit zu viel Druck gerollt wird. Dadurch kann es passieren, es zu blauen Flecken kommt, weil kleine Blutgefäße beschädigt werden. Zu Beginn kann das Rollen und Triggern aber durchaus weh tun. Im besten Fall gelingt es, den Druck so zu dosieren, dass eine Art „Wohlweh“ zu spüren ist. Die Schmerzen entstehen durch den starken Druck auf die Faszien insbesondere dann, wenn Verklebungen vorliegen. Dies wird sich bei regelmäßigem Üben legen.

  1. Rolltempo

Das schnellere „hin und her“ Rollen ist geeignet, um Faszien und Muskeln zu aktivieren und deren Durchblutung anzuregen. Es bietet sich damit als „warm Up“ für andere sportliche Tätigkeiten, z.B. Joggen oder Ballsportarten.

Das langsame Rollen, auf das wir uns in diesem Kurs den Schwerpunkt legen, ist zum Lösen von Verklebungen, Verfilzungen und Verdrehungen in den Faszienstrukturen geeignet.

  1. Rollrichtung

Mit dem langsamen Rollen in nur eine Richtung wollen wir die Zellflüssigkeit in den Faszienstrukturen in Bewegung bringen. Dabei wollen wir die alte Flüssigkeit mit Abfallstoffen vor uns herschieben und ermöglichen damit gleichzeitig das Nachströmen von neuer Flüssigkeit. Stell Dir das Saubermachen eines Bodens vor. Wir fegen den Dreck nicht schnell hin und her, sondern gezielt in eine Richtung, um ihn dort gesammelt zu beseitigen.

  1. Atmung beim Rollen und Triggern

Wie bei allen sportlichen Betätigungen, hilft auch beim Rollen und Triggern, eine tiefe und gleichmäßige Atmung weiter. Eine gute Sauerstoffversorgung regt die Flüssigkeitszirkulation. Zudem ermöglicht die Atmung tiefer in die Faszienstrukturen vorzudringen und effektiver Verklebungen und Verspannungen zu lösen.

 

Literatur:

  1. - Faszien-Fitness – erweiterte und überarbeitete Ausgabe: Vital, elastisch, dynamisch in Alltag und Sport, Hrsg. Robert Schleip, Riva Verlag November 2018, ISBN 978-37423025262